Aktuelles | Rundschreiben
- Zum Anfang
- Aus der Verbandsarbeit
- Termine
- Aus der Buch- und Instrumentenhandels-GmbH
- Instrumentenbörse/Gesuche
- Schlusswort
Inhalt
Unser aktuelles Rundschreiben umfasst folgende Themen, die Sie durch Klick direkt erreichen können:
Ältere Rundschreiben zum Download als PDF
Rundschreiben 3/2008
Rundschreiben 1/2009
Rundschreiben 2/2009
Rundschreiben 3/2009
Rundschreiben 4/2009
Rundschreiben 1/2010 | 01. Juli 2010
Vorwort
Liebe Bläser/innen!
Neulich wurde ich bei einer geselligen Unterhaltung spontan gefragt: „Glauben Sie an Engel?“ Wie denken Sie über „Schutzengel“, jene unsichtbaren Wesen, die von Gott geschickt, im entscheidenden Augenblick Not und Gefahr abwenden? - Ich kam ins Nachdenken: Dabei sehe ich vor mir nicht die kleinen niedlichen Nackedeis mit goldenen Flügeln und lockigem Haar, die von der Orgelbrüstung einer barocken Kirche herunter grüßen oder zur Advents- bzw. Weihnachtszeit die "Werbe"- und Gabentische zieren. Ja, sind diese Engel nur im Bilderreichtum vergangener Zeiten anzusiedeln, - in einer Zeit, als die Menschen sich vieles nicht recht erklären konnten, Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Leben suchten und dabei natürlich Engel um Unterstützung „anriefen“? Und heute: Gehören Engel wirklich nur in die Vorstellungswelt von Kindern oder/und in die Esoterik-Ecke? Abgesehen davon: Ich rechne mit Engeln in meinem Leben. Und das müssen (nach Rudolf Otto Wiemer) nicht immer Männer mit Flügeln sein! Da sind mir liebevolle Menschen begegnet und haben im richtigen Augenblick etwas Notwendiges gesagt und getan. Engel haben Licht und Freude in manche Dunkelheit und Trostlosigkeit gebracht.
Vielleicht erkennen wir solche „hilfreichen Geister“ erst im Nachhinein, wenn sie helfen konnten mit ehrlicher Kritik und aufrichtiger Mahnung, die wir im ersten Augenblick eigentlich gar nicht hören wollten. Da wird ein Freund zu einem Engel, weil er ein Stück meines schwierigen Weges mitgeht und mich in rechter Weise kritisiert und stützt. Ein anderer bringt Licht in meine gescheiterte Beziehung, in die an die Wand gefahrene Beschäftigung, und legt längst verschüttet geglaubte Möglichkeiten allmählich wieder frei. Glück gehabt! stelle ich fest. Daneben gibt es Begebenheiten, da sehne ich mich wohl vergeblich nach so einem rettenden Engel. Ich hänge fest. Ich weiß gar nicht mehr, was ich denken soll. Hoffentlich verrenne ich mich nicht noch mehr! Aber Vorsicht, damit ich nicht ungewollt den „Engel in mir“ übersehe, überhöre, der mir Mut zuspricht, meine Situation selbstkritisch zu durchleuchten und mir dann Zuversicht schenkt, ganz anders, unbelastet von vorn zu beginnen. Plötzlich erscheint alles in einem freundlicheren Licht. Engel bringen Licht in Dunkelheit.
Wenn wir in einem der nächsten Wochensprüche aufgefordert werden: "Lebt als Kinder des Lichts!", dann traut uns doch Gott, in dessen Namen Engel handeln, zu, dass wir den Engel in uns wahrnehmen und damit selbst zu einem Engel werden können, der gut zu uns ist. Blocken wir diese Entwicklung nicht vorschnell und enttäuscht ab! Hat nicht jeder/jede mehr oder weniger die (göttliche) Begabung, von innen her zu leuchten und Menschen um sich herum mit einem fröhlichen Strahlen wieder zu begeistern!?
Ich wünsche allen Bläser(n)/innen wieder diese positive Sicht der aufrichtigen Selbst- und Fremd-Wahrnehmung!
Euer
Erich Eyßelein
stellertretender Landesobmann